„Moi“ ist das finnische Hallo, oft wird auch „hay“ genutzt. Nach einer Regennacht im Zelt ging es bei frischen 13 Grad und wolkenbedecktem Himmel wieder ins auf und ab der finnischen Hügel. Leider diesmal bei Gegenwind. Aufwärts wurde es warm, abwärts wieder frisch. Und es gab wieder viel auf und ab. Wenigstens ohne weiteren Regen und landschaftlich wieder sehr schön.
Einen alten Bekannten habe ich auf dem Weg auch wiedergetroffen: Eurovelo Nr. 10. Er hat mich in großen Teilen durch die baltischen Staaten bis Tallin begleitet. Normalerweise folgt er über St. Petersburg weiter der Ostseeküste. Derzeit ist er an den russischen Grenzen zu Estland und Finnland jeweils zu Ende. Hier in Finnland ist er – wie in Estland – vorbildlich ausgebaut und beschildert.
So war ich dann trotzdem froh, als ich in Turku bei Sonne den letzten Hügel Richtung Hotel rollte, wo die Ehefrau schon die Loala-Welle vorm Eingang anstimmte.
Turku (schwedischer Name Åbo) ist die ehemalige Hauptstadt von Finnland. Unter russischer Herrschaft wurde die Hauptstadt nach Helsinki aufgrund der Nähe zu St. Petersburg verlegt. Turku verlor damit an Bedeutung. Ein großer Brand mit fast völliger Zerstörung hat die Stadt dann endgültig die bis dahin vorherrschende Stellung verlieren lassen. So ist es heute nur noch die sechstgrößte Stadt Finnlands mit knapp 200.000 Einwohnern.
Nachdem wir uns die Stadt nun angeschaut haben, das kurze Fazit: muss man nicht unbedingt hin. Eine Stadt mit ein paar schönen Ecken. Eine Burg, ein Dom, ein paar Museen, eine schöne Markthalle, ein paar schöne Ecken am Fluss Aurajoki. Kommt definitiv nicht auf meine Liste „Städte, wo ich noch mal hin möchte“.
Etappe 12:
Kruusila – Turku
71,8 km (Gesamt 1.057,1 km)
4:02h (Gesamt 57:40h)











