Hatte ich gestern nicht noch geschrieben, heute soll es ein trockener Tag werden? Direkt nach dem Aufstehen aufs Handy geschaut und die erste Push-Nachricht war direkt von Petrus: „Du, ich habe mir heute Nacht spontan überlegt, heute Mittag bis heute Abend doch ein Regengebiet durchzuschicken. Sorry. Liebe Grüße, Petrus. PS: Trotzdem gute Fahrt“.
Und ich hatte mal ein Hotel mit Frühstück gebucht und wollte ganz entspannt etwas später losfahren, weil ich ja nur noch knapp 60 km vor mir hatte. Mein Routenplaner sagte: wenn du jetzt losfährst, könntest du es gerade noch so vor dem Regen schaffen.
Das war also mein entspannter Vormittag: fix frühstücken, rauf aufs Rad und zügig radeln. Nicht eingeplant hatte ich fast 20 km Sandpiste mit quer laufenden Treckerspuren. Gebissträger, die hier lang fahren, sollten eine gute Haftcreme aufgetragen haben. Landschaftlich war es dafür am Rand der Kurischen Nehrung wunderschön. Aber letztendlich bin ich noch gerade so vor dem großen Regen in Klaipėda angekommen und werde jetzt hier ein paar Tage verweilen.
Zur Stadt kann ich dann direkt bei mir selbst klauen. Vor zwei Jahren habe ich hier Teil 1 meiner Ostseetour gestartet:
„Klaipėda mit rund 185.000 Einwohnern ist heute der bedeutendste Ostseehafen Litauens. Was gar nicht so verwundert, da es Litauens einzig größere Stadt an der Ostseeküste ist. Bis 1920 war die Stadt an der Dangemündung nördlichste Stadt Deutschlands und hieß Memel. Klaipėda hat eine schöne Altstadt mit vielen Cafés, Restaurants und Geschäften, wirkt sehr lebendig und gefällt auf Anhieb. Schnell kommt man aber auch an Ecken, die schon in der sowjetischen Ära renovierungsbedürftig waren.“





