Landschaft toll, Wege kannste vergessen

Heute war eine tolle Landschaft angesagt. Und genau die Richtige für das warme Wetter. Lange Alleen mit Bäumen rechts und links und kilometerweit durch schöne große Wälder. Wenn auch teilweise ein wenig langweilig, optimal durch den vielen Schatten bei dem warmen Wetter. Der Unterschied gegenüber Strecken an den Feldern vorbei war immens.

Leider haben hier die Verantwortlichen ein seltsames Verhältnis zur Radinfrastruktur. Sie sind wahrscheinlich noch nie selbst mit einem Rad gefahren. Stattdessen haben sie einfach jemanden mit einem LKW und jeder Menge Schilder durch die Gegend fahren lassen und alles nach eigenem Ermessen wild verteilen lassen. Schon war der Radweg fertig. Teilweise waren die Wege so sandig, dass selbst Schieben mit dem Gepäck schwer war. Kopfsteinpflaster war keine Seltenheit. Alleine auf der letzten Strecke von Stralsund nach Greifswald 15 km ununterbrochen ein Kopfsteinpflaster-„Radweg“. Würde ich ein Gebiß haben, müsste es neu sortiert werden.

Greifswald ist auch mein heutiges Ziel nach rund 100 km gewesen. Eine schöne Stadt, die ich ohne Radtour sicherlich nicht auf meiner Liste hatte. Die Universitäts- und Hansestadt liegt direkt am Greifswalder Bodden und ist etwa 15 Kilometer von der Ostsee entfernt. Die Stadt wurde bereits 1250 gegründet und besitzt eine der ältesten Universitäten Deutschlands. Greifswald ist außerdem die Geburtsstadt des Malers Caspar David Friedrich, dessen Werke von der Landschaft rund um die Stadt inspiriert wurden. Zu seiner Zeit waren die Radwege bestimmt auch nicht besser.

Wer sicht nicht für IT interessiert, darf jetzt aufhören zu lesen.

Beim Schreiben dieses Blogs habe ich dann auch noch quasi ungewollt etwas über Chatbots gelernt. Sie bekommen es alle nicht hin, die Daten der Fitness-Uhr als Etappen in eine Karte einzuzeichnen. Heute haben alle probierten Bots wilde Karten gebaut. Sie können tatsächlich keine bestehenden Kartendaten (z.B. Google Maps oder OpenMaps) verarbeiten und mit den GPX-Daten der Uhr mischen. Sie generieren eigene Karten und je mehr Informationen drin sind, desto mehr Müll kommt dabei raus. Also nutze ich wieder das gute, alte Tool (gpx.studio), wo ich die GPX-Dateien hochlade. ChatGPT bekommt einen Screenshot von der neuen Garmin-Aktivität und schafft es dann wenigstens, die Auflistung der Etappen und die Gesamtsummen in einer Übersicht zusammenzubauen.

gpx.studio
ChatGPT

Stefan

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