Der Tag heute hatte echt Potenzial, den gestrigen wieder raus zu reißen. Die Regenwolken, die noch am Vorabend auf dem Radar angezeigt wurden, waren weg. Die Temperatur lag bei relativ angenehmen 20 Grad. Die Sonne kam sogar ab und zu raus, war ab Mittag durchgehend sichtbar und selbst die Autofahrer hatten sich an Überwegen und Kreuzungen nicht mehr gegen mich verbündet. Die Strecke ging zwar am Anfang viel über Land, aber in der zweiten Hälfte wieder direkt am Wasser entlang.
Wenn jetzt der Wind keine Rechts-Links-Schwäche gehabt hätte und sich wie angekündigt nach Süden gedreht hätte, wäre der Tag perfekt gewesen. Hätte, hätte, Fahrradkette (ich finde, HIER passt das wirklich mal). Er hat sich fast gar nicht gedreht, kam noch ein kleines Stück direkter aus Richtung Norden und hatte laut App 20-25 km/h mit Böen bis 35 km/h. Sollten Menschen meine lauten Fluche gehört haben, entschuldige ich mich hiermit. Die entgegenkommenden Radfahrer, die fast ohne Treten an mir vorbeirauschten, guckten mich zumindest nicht böse an. Eher im Gegenteil: Oft gab es einen aufmunternden Blick. Gegenwind kennt wohl jeder Radfahrende.

Irgendwann habe ich die rund 90 km dann doch noch geschafft und bin in Göteborg angekommen. Zumindest war die Etappe die drittlangsamste Durchschnittsgeschwindigkeit von allen dieser Reise. Ausgepowered war ich, als ob ich die doppelte Strecke gefahren bin. Eine Dusche, ein Kaffee und eine Zimtschnecke haben den Körper aber schon wieder aufleben lassen und ihn bereit für einen Stadtrundgang gemacht.
Heute gibt’s nur Bilder von der Fahrt. Göteborg dann im nächsten Bericht.








