Die Hitze schlägt auch hier langsam immer mehr zu. Zwar war rund die Hälfte der Strecke wieder im Wald. Dafür aber mit Steigungen die (für mich) mit dem Gepäck selbst mit Schieben kaum zu schaffen waren. Sehr ärgerlich, wenn man mit Schwung versucht hochzukommen. Dann aber auf der Hälfte die Physik zuschlägt und der virtuelle Tacho fast ins Minus rutscht, obwohl man mit dem kompletten Kampfgewicht auf den Pedalen steht. Und eine innerliche Stimme verkündet „uuuund die nächste Fahrt dann rückwääärts…“. Also abspringen und schieben. Es motiviert dann auch total, wenn E-Bike Fahrer den Berg hochfahren und einem zurufen, dass man es gleich geschafft hat. Hätte ich nicht genug mit meinem Rad zu tun gehabt, wäre die Versuchung groß gewesen, sie von ihrem herunterzuziehen.
Das Bike ist derzeit auch noch schwerer als sonst, weil eine der großen Fahrradtaschen fast ausschließlich mit Getränken befüllt ist. Inzwischen verbrauche ich auch mehr als ein normaler Kleinwagen. Heute waren es hochgerechnet fast 8l/100 km.
Dem Wetter, den Steigungen und den vielen „Tankstopps“ geschuldet waren es heute auch nur etwas über 70 km und ich habe es gerade noch so über die polnische Grenze nach Swinemünde geschafft. Da am Wochenende der ganze Ort quasi ausgebucht ist, stehe ich wieder auf einem Campingplatz mit meinem Zelt.
Świnoujście (Swinemünde) ist eine Hafen- und Kurstadt direkt an der Grenze zu Deutschland. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Inseln, darunter Usedom, Wollin und Kaseburg, und ist damit eine der wenigen Städte Europas, die auf Inseln liegt.
Besonders bekannt ist Świnoujście für seinen breiten, feinsandigen Strand, die moderne Promenade mit zahlreichen Cafés und Restaurants sowie den mit 68 Metern höchsten Leuchtturm an der Ostsee. Der große Fährhafen verbindet die Inseln miteinander und ist zugleich ein wichtiger Knotenpunkt für den Schiffsverkehr nach Skandinavien.
In der Stadt ist quasi alles zweisprachig in Deutsch und Polnisch, zumindest in den touristischen Gebieten. Auch die Preise sind in beiden Landeswährungen ausgezeichnet. Man hört auch an der Promenade mindestens genauso viel Deutsch wie polnisch.











Der Wald mit den Bergen – den kennen wir nur zu gut! Aber wir gehören zu den fiesen E-Bikern. 😄
Ja, ihr seid ja gerade erst da gewesen. Ich bin mir aber sicher, dass ihr keine „aufmunternden“ Kommentare an Bio-Biker mit Gepäck bei den 16% Steigung und 36 Grad Außentemperatur hinterlasst (auch nich bei weniger Grad 😂)